Dienstag, 29. Dezember 2015

Rezension: Frische Märchen extra fein




Herausgeber: Michael-André Werner


Verlag: Satyr


Seiten: 192


Erschienen: Oktober 2015













Inhalt:
Märchen – alt und geheimnisvoll. So kennen wir sie. Märchen sind wie der durchgesessene Ohrensessel von Opa. Es gibt aber auch neue – Sessel und Märchen – denn jede Generation hat ihre eigenen: seltsame, lustige, skurrile. Manche sind gereimt und wollen laut gelesen sein. 
Jede Generation hat ihre Märchen. Gesammelte von den Brüdern Grimm. Ausgedachte von Musäus bis Andersen, moderne von Brecht bis Wondratschek. Kaum ein Schriftsteller, der nicht mal ein Märchen geschrieben hat. Das geht Poetry-Slam- und Lesebühnen-Autorinnen und -Autoren nicht anders. 
Dieses Buch versammelt die aller-aller-aller-neuesten und modernsten Märchen und märchenhaften Geschichten von neuen und jungen Autorinnen und Autoren. Sie wurden – wie die meisten Märchen aus alten Tagen – bisher nur mündlich weitergegeben, vor allem von Bühnen herab.  
Mit Beiträgen von Lars Ruppel, Jan-Philipp Zymny, Andy Strauß, Thilo Bock, Björn Högsdal, Matthias Reuter, Ahne, Micha Ebeling, Sabrina Schauer, Heiko Werning, Sarah Bosetti & Daniel Hoth (Team Mikrokosmos), Leo Fischer, Kirsten Fuchs, Sebastian Krämer u. v. a. m.


In diesem kleinen Buche steckt so viel Kunst! Als bekennender Poetry-Slam- Fan war mein Interesse sofort geweckt. Ich habe jede Geschichte genossen und natürlich ausgewählte Lieblingsmärchen (wie zB "Der Drache Klaus" oder "Der König der Olme"). Die Texte sind witzig, intelligent, aktuell, mal tiefsinniger oder einfach unsinnig und dennoch unheimlich gut geschrieben. Es wurde bei der Auswahl und der Abstimmung der Texte aufeinander ganz tolle Arbeit geleistet. In jedem Märchen ist zu erkennen, wieso dieses es in Märchenbuch geschafft hat und auch alle Texte verfolgen diesen Schreibstil, den man Märchen zuordnet und sind trotzdem jedes für sich individuell.
Ganz interessant ist für mich persönlich ist noch der Teil, der für mich nach dem Buch kommt, einige Slammer kenne ich bereits, doch werde ich auf jeden Fall noch ein paar Texte von den anderen Autoren lesen.

Das Märchenbuch kann ich jedem nur aus Herz legen, sowohl eingefleischten Fans, als auch Neulingen, um sie an die neue, aktuelle deutsche Poesieszene anzunähern. Auch mein Buch wir in naher Zukunft wohl in meinem Freundeskreis weite Kreise wandern. 

Bewertung: 5/5 Sternen

Dienstag, 15. Dezember 2015

Rezension: Weil ich Will liebe


Autor: Colleen Hoover

Verlag: dtv

Seiten: 368


Erschienen: Mai 2014






Inhalt:
Es ist jetzt über ein Jahr her, dass Will Layken zum ersten Mal begegnet ist. Und ihre Liebe scheint täglich stärker zu werden. Doch als Will im neuen Studienjahr auf seine Ex-Freundin Vaughn trifft, beschließt er, Layken nichts davon zu erzählen. Ein fataler Fehler, denn als Layken die beiden zufällig sieht, missversteht sie die Situation.

Meine Meinung:
Leider bin ich sehr enttäuscht, ich habe den ersten Band vor einiger Zeit verschlungen und mich sehr auf die Fortsetzung gefreut.
"Weil ich Will liebe" wird aus Will's Sichtweise erzählt, er hat sich in dem Buch unglaublich unrealistisch und für sein Alter kindisch verhalten, ohne an die Konsequenzen seiner Handlung zu denken. Manchmal war mir sein Verhalten und das, was er gesagt hat so peinlich, ich hätte mir vor den Kopf schlagen können.
Zudem ist der Schreibstil mir persönlich viel zu kitschig, Lake und Will wären für mich die Art Paar, deren Anwesenheit mir unangenehm wäre.
Der dritte Band soll ihre Anfangsgeschichte nochmal aus Will's Sicht beschreiben, damit lasse ich mir wohl noch etwas Zeit (noch mehr von Will vertrage ich erstmal nicht). 
Im Grunde hat mir all das gefehlt, was ich im ersten Band so gemocht habe. 

Bewertung: 2/5 Sternen

Freitag, 4. Dezember 2015

Rezension: Wie Monde so silbern

Autor: Marissa Meyer

Seiten: 384

Verlag: Carlsen

Erschienen: Dez 2013

Marissa Meyer kombiniert ein klassisches Märchen mit Anklängen an Star Wars und den Terminator.“

USAToday 



Inhalt:
Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

Dieses Buch hat mich umgehauen! Ich habe jedem aus meinem Umkreis davon erzählt und alle zum Lesen animiert!
Cinder ist ein spannende Protagonistin, von der man in den nächsten Büchern noch so einiges an Charakterentwicklung erwarten kann. Auch die anderen Charaktere sind individuell und man baut schnell Bezug zu ihnen auf. 
Die Einbettung des Märchens von Cinderella in eine dystopische Sci-Fi-Welt ist überraschend stimmig und gut umgesetzt. Marisa Meyer einen schönen Schreibstil und viele kleine Details eingebaut, sodass man keinen Moment an ihrem Weltkonstrukt zweifelt.
Überzeugend, erfrischend und mitreissend, ein ganz heißer Lesetipp!!

Bewertung: 5/5 Sternen


Dienstag, 1. Dezember 2015

Rezension: Throne of Glass, Die Erwählte


Autor: Sarah J. Maas

Verlag: dtv

Seiten: 500 

Erschienen: 08/2012








Inhalt:
Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten.

Meine Meinung:
Ein großartiger Fantasy-Auftakt.
Wir begleiten die beste Assassinin des Landes, eine Frau, die zum einen eine starke Persönlichkeit ist, und zum anderen ein komplettes Mädchen, das von schönen Männern und Kleidern hingerissen ist. 
Celaena und die anderen Charaktere sind realistisch und haben jeder seine eigenen Charakterzüge. 
Das beliebte Motiv des Liebesdreiecks wurde ganz zart eingebaut, es dominiert nicht die gesamte Geschichte, sie wird sich bestimmt in den folgenden Bänden festigen.
Auch die Handlung ist spannend und voller Action, ich habe das Buch mit großem Vergnügen verschlungen. 
Ein ganz heißer, aktueller Lesetipp!

Bewertung: 5/5 Sternen

Montag, 30. November 2015

Rezension: Drei ist keiner zu viel


Autor: Miina Supinen

Verlag: Suhrkamp Nova

Seiten: 299










Inhalt:
Victor wird von seiner alten Studienfreundin Voula, zu Ausgrabungen in Finnland eingeladen. Dazu bittet er seine alte Griechenland-Affäre Stella um Hilfe. Ihre Romanze entfacht von Neuem, doch hat er sie nicht für sich allein. Ihr Freund, der stille Computerfreak, Antti ist auch noch da. Antti ist komplett anders als der offene Victor. Die Dreiecksbeziehung endet dramatisch durch den Tod Victors. Ein Roman über finnische Mythologie und die Tücken einer Beziehung "zu dritt".

Meine Meinung:
Mir gefiel die Geschichte und der Erzählstil sehr gut, es blieb bis zum Schluss spannend und unterhaltsam. Man weiß schon im Voraus, dass Victor stirbt, mag für den Aussenstehenden merkwürdig klingen, die Autorin hat diesen Umstand jedoch sehr gut eingebaut. So spricht manchmal der allwissende Victor aus dem Jenseits und beleuchtet Situationen genauer. 
Von den Charakteren her, ist Stella mir sehr sympathisch, sie ist recht unentschlossen, nicht nur in der Liebe, auch zu Religion findet sie keinen Anschluss, doch die finnische Mythologie hat es ihr angetan. Auch dem Leser wird ein kleiner Einblick gewährt, der Lust auf mehr macht.
Ihre männlichen Liebschaften dagegen wären keine Option für mich, daher hat mich die finnische Mythologie mehr gepackt, als die Dreiergeschichte. Diese war, meiner Meinung nach, auch etwas nebensächlich. Es gab nicht viel Drama, keinen großen Streit zwischen den Männern.

Fazit: 
Ein sehr unterhaltender Roman, der einem Lust auf die finnische Mythologie macht, aber durch die Mischung der Themen, für mich an Intensivität verloren hat. Weniger für Leser geeignet, die nach Romantik suchen.

Bewertung: 3,5/5 Sternen

Donnerstag, 26. November 2015

Rezension: Ich und die Menschen


Autor: Matt Haig

Verlag: dtv

Seiten: 352

Leseprobe


Ein Roman »mit einem ganz großen Herzen« Daily Express




Inhalt:
In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?

Ein ganz großer Geheimtipp!
Ein Alien wird in den klügsten Menschen der Welt eingesetzt um eine Mission zu erfüllen: den mathematischen Durchbruch auf dem Planeten Erde zu verhindern. 
Doch wie lebt ein Mensch eigentlich? Seine Betrachtung unseres Planeten ist erfrischend und so offensichtlich, dass wir ihn gar nicht mehr so wahrnehmen.
Dazu wird der Protagonist auch zum ersten mal mit menschlichen Gefühlen konfrontiert, die ihm bis dato fremd waren.
Ein starkes Buch mit lebensnahen Charakteren, mit denen ich gelacht habe und mit ihnen zu Tränen gerührt war. 
Auch die Geschichte selber ist lebendig und so großartig geschrieben, als würde sich ein Film in meinem Kopf abspielen.

PS: Ein Film ist laut Nachwort sogar angedacht!! :)

Bewertung: 5/5 Sternen

Montag, 23. November 2015

Sonntag, 22. November 2015

Rezension: Der Nachtzirkus



Autor: Erin Morgenstern

Verlag: ullstein

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten: 464 

Erschienen: 11.10.13





Inhalt:
Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.



Erin Morgestern hat hiermit ein ganz wundervolles und einzigartiges Buch erschaffen. Die Geschichte und das Ambiente sind einmalig.
Dieses Buch verzaubert und zieht den Leser in seinen Bann, mit einer spannenden Geschichte, herzlichen Charakteren und einem atemberaubenden Szenerie.
Eine absolute Empfehlung für jeden.

Bewertung: 5/5 Sternen